Aktuelles von [U25] Freiburg

Text des Monats September

Jugend

Was denkt ihr, wenn ihr uns unser Handy wegnehmt? Schließlich sind wir alt genug um damit umzugehen und zu entscheiden, wann und wie lange wir uns damit beschäftigen. Wir sind außerdem nicht die einzigen, die sie benutzen. Jeder ist heutzutage ständig in dieser virtuellen Welt, weil sie Teil der realen Welt geworden ist. Ihr benutzt sie auch! Wir teilen unsere schönsten; unsere traurigsten Momente mit unseren Freunden auch wenn sie gerade nicht dabei sind. Ob sie dabei verfälscht werden spielt keine Rolle. Wir sind regelrecht darauf angewiesen ständig auf dem neuesten Stand zu sein, up-to-date zu sein.

Aber was macht das mit uns in zwei parallelen Welten zu leben, ständig uns selbst und unser eigenes Leben als das beste zu verkaufen? Lügen wir uns dadurch nicht selbst ein bisschen an? Wenn wir zum Beispiel vorgeben jemand zu sein, der wir gar nicht sind… Aber schadet uns das oder gibt es uns einfach selbst ein besseres Gefühl, ein Gefühl ein tolles Leben zu führen?

Autor*in: anonym

Text des Monats August

Jugend

Kind sein ist ubeschwert. Einfach. Problemlos. Glücklich. Leicht. Neugierig. Man kann an allem Spaß haben. So vieles und dabei ist es schon so schnell vorbei. So schnell kann man nicht mehr Kind sein und muss sich an Regeln halten und um alles kümmern.
Dann kommt das Jugendlich sein und dann wird es kompliziert. Dann wird es stressig. Man kommt in die Pubertät. Probleme mit Jungen. Probleme mit Mädchen. Probleme mit Eltern. Probleme mit Lehrern. Probleme mit Autoritäten. Probleme mit sich selbst. Probleme in der Schule. Eigentlich ist jugendlich sein ein einziges großes Problem. Und doch ist es eine so wichtige und eigentlich auch schöne Lebensphase. Denn wenn man darüber nachdenkt, was als nächstes kommt, wird es nur noch schlimmer.
Dann kommt das Erwachsen sein und darüber brauchen wir überhaupt nicht zu reden. Jeder weiß doch, wie schlimm das ist. Ich will gar nicht darüber nachdenken. Schaut doch nur in ihre Gesichter. Irgendwann werden wir mal so wie die. Stellt euch das mal vor.
Also eigentlich können wir doch ganz froh sein, dass wir jugendlich sind, immerhin können wir noch manchmal Kind sein. Die Regeln brechen. Auch mal verrückt sein. Zusammenbrechen. Ausrasten. Alles ausprobieren. Uns nichtmal selbst verstehen. Wir haben ja noch das ganze Leben vor uns. Wir dürfen das. Wir bekommen das hin.

 

Autorin: Antonia T.

Text des Monats April

Du stellst alles in Frage
Obwohl du so für deine Sache brennst
Hast schon so vieles geleistet
Auch wenn es niemand richtig anerkennt
Auf deinem Weg liegen Steine
Die dich und dein Zukunft trennen
Wem willst du was beweisen?
Spring einfach drüber hinweg

Du kannst das Leben leicht nehmen
Auch wenn es das nicht ist
Brauchst nur ein bisschen Leichtsinn
Und du kannst sein wer du willst

Lass dich nicht täuschen
Denn nichts ist das, wofür du es hälst
Was du jetzt bräuchtest
Ist ’n bisschen Fantasie und der Schleier fällt
Die Last auf deinen Schultern
Ist Gepäck dass du hier nicht brauchst
Wenn niemand dir beim Tragen hilft
Pack die Steine einfach wieder aus

Du kannst das Leben leicht nehmen
Auch wenn es das nicht ist
Brauchst nur ein bisschen Leichtsinn
Und du kannst sein wer du willst
Egal ob du dich klein fühlst
Wenn du allein bist
Wenn dir irgendwas fehlt
Wenn nichts die Lücke füllt
Brauchst ’n bisschen Leichtsinn
Und du kannst sein wer du willst

Songtext von Tim Bendzko – Leichtsinn

Text des Monats März

Ich hoff der ganze Frust verschwindet,
der mich zu lange schon umgibt
ich wäre gerne ein Magnet, der wahres Licht anzieht.
Was unterm Schnee verborgen lag bringt dann die Sonne an den Tag.
Viele mögliche Ideen, ach könnt ich nur doch Zeit vordrehen!

Und ich warte mal wieder auf den Frühling!
Man kann nicht nur traurige Lieder singen,
doch bald werden sie wieder anders klingen,
wenn die ersten Sonnentage Wärme bringen!

Die alten, winter-kalten Gedanken verfliegen,
wie Rauch im lauen Wind,
wenn wir in den Wiesen liegen und etwas neues beginnt.
Ich finde wieder die richtigen Worte, ich treffe wieder den richtigen Ton
Ich kann dem Drang nicht widerstehen, ach könnt ich doch die Zeit vordrehen!

Man kann nicht nur traurige Lieder singen!
Wenn die ersten Sonnentage Wärme bringen.

Songtext von Sportfreunde Stiller – Frühling

Text des Monats Februar

Dein Geist will expandieren wie große Firmen, doch du scheiterst
Und kommst einfach keinen Schritt weiter ohne Schirm
Viele Menschen trinken Alkohol und ziehen sich Koks ins Hirn
Dicker Scheiss drauf. Willst du dich selber motivieren…
Versuch‘s mal mit Musik
Du sitzt täglich vorm TV. Machst ihn an. Just for fun. Lässt dich
Berieseln. Stets das selbe Kack-Programm. Dir ist das Teil schon
Mehrere Male voll auf den Sack gegangen. Geht doch besser
Schalt den Kasten ab und dann…
Versuch‘s mal mit Musik […]

If the sun don‘t shine… wenn du in den Seilen hängst
Und denkst es int‘ressiert kein Schwein
Wenn du merkst, du bist allein und meinst, das kann es nicht sein
Irgendwas hilft dir da doch sicherlich heraus, mein Rat:
Versuch‘s mal mit Musik!

If the sun don‘t shine… wenn alles düster und grau ist
Und völlig eintönig scheint
Sperr‘ deine Ohren weiter auf. Zieh‘ es dir zwei, drei mal rein
Schon kurz darauf wird es dir leichter erscheinen
Mein Rat: versuch‘s mal mit Musik! […]

Songtext: „Versuch‘s mal mit Musik“ von Umse

Text des Monats Januar

Irgendetwas fehlt und lässt dich taumeln Tag für Tag
Du willst weitergehen
Doch weißt nicht, wie lange du das noch schaffst

Und du sehnst dich so nach diesem einen Atemzug
Der dich am Leben lässt
Und dir sagt, dass alles hier vergessen ist

Und alles bis hierher
Zählt ab heut nichts mehr
Denn alles Gute liegt vor dir
Alles Gute liegt vor dir

Alles wird anders sein und deine Wunden heilen auch
Gib dir ein bisschen Zeit, sie legt Zuversicht darauf

Lass Wind in deine Segel und lauf auf zu neuen Wegen
Gestern war noch nichts und niemand hier
Und jetzt eine ganze Legion hinter dir

Und alles bis hierher
Zählt ab heut nichts mehr
Denn alles Gute liegt vor dir
Alles Gute liegt vor dir
Alles wird gut ab hier

Songtext: Alles Gute von Silbermond

Text des Monats Dezember

Es dämmerte schon früh an jenem Dezembernachmittag. Wolken hatten sich über die Sonne geschoben. Gelbgraue, tief hängende Schneewolken.
Langsam schlich die Frau um das Gebäude. Leise. Vorsichtig. Sie sah sich um. Nein, da war niemand. Kein Mensch hatte sie gesehen. Sie griff zur Türklinke, hielt für einen Moment den Atem an, dann jubelte sie leise, fast unhörbar, auf. Sie hatte Glück. Die Tür war nicht verschlossen.
Noch einmal blickte sie den Weg, den sie gekommen war, zurück. Eine fast feierliche Stille lag über dem Friedhof, der am Hang über dem Mittelgebirgsdorf lag und die kleine Dorfkirche umsäumte. Hier und da schimmerten Kerzenlichter auf Gräbern, machten das Dunkel freundlich.
Tief atmete sie noch einmal durch, dann betrat sie die Kirche. Zwei Kerzen am Altar erhellten den kleinen Raum nur schwach. Sie legte ein paar Münzen auf den Altartisch, entzündete weitere Kerzen, nahm zwei und stieg die schmale Holztreppe hinauf zur Empore. Eine Weile blieb sie stehen, sah zum Altar hinunter und atmete die Stille des Raumes ein.
Sie liebte diesen Moment. In jedem Jahr wieder. Und sie spürte, wie der Stress der vergangenen Monate bedeutungslos wurde. Wie all die Sorgen, die ihr in den letzten Jahren so zusetzten und ihr das Leben zuweilen so unliebenswert erscheinen ließen, an Wichtigkeit verloren. Nur noch Stille und Friede umgaben sie.
„Endlich!“, murmelte sie und lächelte. Dann wandte sie sich um, setzte sich an die Orgel, drückte den Schalter auf „Ein“, legte die Hände auf die Tasten, stellte die Füße auf die Pedale, wartete, kostete jenen Moment des Innehaltens aus, spürte, wie die Freude zu ihr zurückkam.
Dann begann sie zu spielen. Bach. Toccata und Fuge d-Moll. Und die Weihnachtszeit war – für sie – nun endlich gekommen. Die Weihnachtszeit … und das Leben. Heimlich. Leise. Im Zauber der Klänge.

© Elke Bräunling


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Text des Monats November

EIN LÄCHELN
von Annegret Kronenberg

Als ich am Abgrund stand,
verlassen, verloren, allein,
erschien vor mir im
Strahlenglanz der Sonne,
ein Engel.
Unsere Blicke begegneten sich.
Er lächelte mich an
und verschwand im Lichte
der Vollkommenheit.
Sein Lächeln berührte mich,
machte mir Mut
und schenkte mir Kraft,
meinen Weg weiterzugehen.

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