[U25] Angebote für Schulen

Krisen und Suizidgedanken sind im Jugendalter nicht unüblich. Diese müssen nicht zwingend in einem Suizidversuch münden. Trotzdem sind professionelle Hilfen sinnvoll und besonders dann auch notwendig, wenn sich eine Krise zuspitzt und Suizidgedanken sich immer mehr aufdrängen. Informationen über die Entwicklung von Krisen und suizidalen Impulsen sowie über den Umgang mit suizidgefährdeten Menschen kann hilfreich sein.

Weil sich Lehrer*innen, Schulsozialarbeiter*innen und Eltern in Bezug auf das Thema Suizidalität nicht selten überfordert sehen, bieten wir unsere Unterstützung mit unterschiedlichen Angeboten gerne an. Das sind im Einzelnen:

Regelmäßige Info-Stände

Seit 2004 stehen wir in regelmäßigem Kontakt mit Freiburger Realschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen. In 14-tägigen Abständen präsentieren wir uns, meist über ein halbes Schuljahr hinweg, in der großen Pause an Freiburger Schulen.

Die Regelmäßigkeit des niedrigschwelligen Informationsangebots bewirkt bei Schülern eine Vertrauensbildung, die es ihnen im Laufe der Zeit ermöglicht, Kontakte zu unseren Mitarbeiterinnen am Info-Tisch auf zu nehmen, Fragen zu stellen und sich mit Infomaterialien zu versorgen. Auch Lehrerinnen und Lehrer können sich am Info-Stand über unsere Angebote und Arbeitsweise informieren.

Erfahrungsgemäß wird dieses Angebot gut angenommen. Voraussetzung für die Info-Stände ist selbstverständlich das Einverständnis der Schulleitung. Gerne stellen wir dieses Angebot persönlich der Direktion und/oder den Beratungslehrer*innen/ Schulsozialarbeiter*innen vor.

Unterrichtsgestaltung und Durchführung von Projekttagen

Im Unterricht informieren wir über die Themen Krise und Suizid. Neben den Zahlen und Fakten zeigen wir auf, wie es zu einer suizidalen Entwicklung kommen kann, welche Hilfen möglich sind und wie man Wege aus diesem Kreislauf findet. Hierbei ist unser besonderes Anliegen, dass die Schüler/-innen lernen, auf ihre eigenen Grenzen zu achten und sich nicht zu überfordern.

Der Unterricht wird in Absprache mit dem Fachlehrer individuell gestaltet. Er ist der Schulform und der Klassenstufe angepasst, kurzweilig und informativ und mit dem Einsatz verschiedener Medien und Methoden verbunden.

Praxisbesuche bei [U25]

Viele Jugendliche wissen nicht, wohin sie sich wenden können, wenn sie Unterstützung brauchen oder haben Hemmungen, eine Beratungsstelle aufzusuchen. Um eventuelle Befürchtungen, Berührungsängste und Hemmschwellen ab zu bauen, bieten wir Information über [U25] und Unterrichtsgestaltung in unserer Einrichtung in der Talstraße 29 an. Falls Sie dieses Angebot nutzen möchten, bitten wir Sie um frühzeitige Anmeldung.

Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer

Um Lehrern mehr Sicherheit im Umgang mit dem, nach wie vor sehr tabuisierten Thema Suizid, zu geben, bieten wir in den Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer theoretische Informationen an, verbunden mit praktischen Übungen zum Umgang mit Schülerinnen und Schülern, die sich in (suizidalen) Krisen befinden. Selbstverständlich besprechen wir im Vorfeld gewünschte Inhalte, den zeitlichen Rahmen und versuchen individuelle Lösungen zu finden.
Für dieses Angebot erheben wir einen Unkostenbeitrag.

Informationen für Eltern

Wenn Eltern mit den Krisen oder Suizidgedanken ihrer Kinder konfrontiert werden, entstehen oft Unsicherheiten im Umgang damit. Damit Eltern wissen, wohin sie selbst sich wenden können, wenn Sohn oder Tochter in einer Krise sind, welche Angebote es für die betroffenen Jugendlichen gibt und wie Eltern ganz konkret unterstützen können, stellen wir das Jugendprojekt und unserer Angebote auch bei Elternsprechtagen (in Form von Info-Tischen), bei Elternabenden und/oder Treffen der Elternbeiräte vor.

Fortbildungen

Auf Anfrage bieten wir auch Seminare / Workshops / Informationsveranstaltungen für MitarbeiterInnen aus sozialen / pädagogischen Berufsfeldern oder für Gruppen der außerschulischen Jugendarbeit an.