Aktuelles von [U25] Freiburg

Text des Monats Juni

Lasst uns reifen wie ein Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne die Angst,
dass dahinter kein Sommer kommen könnte.
Er kommt doch.

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die das sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so arglos, still und weit…

Man muss Geduld haben
Gegen das Ungelöste im Herzen
Und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben
wie verschlossene Stuben und wie Bücher,
die in einer fremden Sprache geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man auch die Fragen lebt,
lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken,
eines fremden Tages in die Antwort hinein.

Rainer Maria Rilke

Text des Monats Mai

Himmelblau

Der Himmel ist blau,
und der Rest deines Lebens liegt vor dir.
Vielleicht wäre es schlau,
dich ein letztes Mal umzusehen.

Du weißt nicht genau,
warum, aber irgendwie packt dich die Neugier.
Der Himmel ist blau,
und der Rest deines Lebens wird schön.

Du hast ein gutes Gefühl,
du denkst an all die schönen Zeiten.
Es ist fast zu viel,
jetzt im Moment neben dir zu stehen.

Du hast kein klares Ziel,
aber Millionen Möglichkeiten.
Ein gutes Gefühl,
und du weißt, es wird gut für dich ausgehen.

Der Himmel ist blau

Die Welt gehört dir,
was wirst du mit ihr machen?
Verrate es mir,
spürst du, wie die Zeit verrinnt?

Jetzt stehst du hier,
und du hörst nicht auf zu lachen!
Die Welt gehört dir,
und der Rest deines Lebens beginnt!

Die Ärzte

Text des Monats April

Aufbruch

Es wird kommen der Tag,
da verlasse ich,
zaghaft zuerst,
dann beherzt
meine einsame Insel.

Wage mich endlich hervor
aus dem bewährten Versteck
und der sicheren Deckung,
fast ohne Angst und ohne
noch einmal mich umzusehen.

Meine Rüstung tue ich
ab und alle die Waffen,
das Wenn und das Aber
und steige ins Boot.

Wehrlos werde ich sein
und verwundbar, ich weiß,
auf dem offenen Meer
und einzig beschützt
von der Liebe.

Lothar Zenetti

Text des Monats März

Ich wünsche dir

Ich wünsche dir, dass du beweinen kannst, was du entbehrt und verloren hast, ohne in Trauer Wurzel zu schlagen.

Ich wünsche dir, dass du Zorn fühlen kannst auf das, was Menschen dir angetan haben, ohne im Unversöhnlichen zu erstarren.

Heilender Friede wachse dir zu, dass Vergangenes dich nicht mehr quäle und böse Erinnerung dir nicht mehr zur Fessel werde.

Zuversicht ziehe ein, wo die Ohnmacht haust, dass du aufstehst, dein Leben zu wagen.

Unbekannt

Text des Monats – Februar

Blick nach vorn

Du sitzt noch da, die andern gehn
der Abspann läuft alle ham’s mit angesehn
und du mittendrin,
du kommst raus der Tag ist hell,
blickst nach vorn versuchst ihn scharf zu stelln
und alles verschwimmt

man sagt das Leben geht nicht geradeaus
und man kriegt nicht immer was man gerade braucht
doch mit jedem Tag der dir Hoffnung gibt
mit jedem Ziel das noch vor dir liegt
mit aller Sehnsucht die in dir wächst
blick’ nach vorn
mit jeder Wahrheit die du erkennst
mit jedem Zweifel gegen den du kämpfst
mit jedem Schlag der dich taumeln lässt
blick’ nach vorn
du trottest so vor dich hin
einfach nur um n bisschen Boden zu gewinnen
und du weißt nicht wohin
kannst nicht sehen wohin es führt
weil was hinten liegt sein Schatten vor dich wirft
und es ergibt keinen Sinn
und du siehst mit jedem Stück weit das du kommst
verschiebt sich auch dein Horizont

Songtext von Max Herre

Neues [U25]:PeerTV Video online

In Krisen bekommt man oft doofe Kommentare zu hören, die nicht weiterhelfen. In unserem neuen Video “mir geht’s scheiße und das ist okay so” setzen wir uns damit auseinander, warum es wichtig ist Menschen in Krisen anzusprechen und was dabei hilfreich sein kann. Schaut vorbei auf unserem Youtube-Kanal!

Neu im Team

Hallo Zusammen,

ich bin Ilka, Sozialarbeiterin und arbeite seit diesem Monat bei [U25]. 2015 habe ich als Peerberaterin bei [U25] angefangen und freue mich sehr, dass ich jetzt als Hauptamtliche Teil vom Team sein kann. Mein Arbeitsbereich wird vor allem die Schulprävention [AUSWEG]LOS sein.
Ich freue mich sehr auf die kommende Zeit hier bei [U25].

Text des Monats Januar

Alles auf Anfang

Neu beginnen
Und alles nochmal von vorn

Wer sagt eigentlich
Dass das nicht geht
Vielleicht
geht es ja doch

Wenn da jemand ist
Denn aus mir selbst geht das nicht
Und wenn der rückwärtszählt
Und mich dann Schubst
Wenn es losgeht

Und ich nochmal anfangen darf
Von vorn

Jeden Tag

Wolfgang müller

Studie “gesundheitsbezogene Präventionsbotschaften”

Wir möchten euch die Anfrage der Universität Wien weiterleiten und freuen uns wenn ihr an der Studie teilnehmt:

Wir laden Sie herzlichst ein, an unserer medizinisch-psychologischen Studie zur Wirkung gesundheitsbezogener Präventionsbotschaften teilzunehmen. Ihre Teilnahme an dieser Studie erfolgt freiwillig. Sie können jederzeit ohne Angabe von Gründen aus der Studie ausscheiden. Die Ablehnung der Teilnahme oder ein vorzeitiges Ausscheiden aus dieser Studie hat keine nachteiligen Folgen für Sie.
Im Rahmen dieser Studie wird Ihnen eine gesundheitsbezogene Textbotschaft gezeigt. Sie werden gebeten, vor und nach dem Lesen des Textes Fragen zu Ihrem persönlichen Befinden und zu Ihren persönlichen Werten und Einstellungen zu beantworten. Sie haben nach abgeschlossener Datenerhebung die Möglichkeit, über die Ergebnisse informiert zu werden.
Um an der Studie teilzunehmen, klicken Sie bitte hier bzw. geben Sie diese Adresse in Ihren Webbrowser ein: https://www.soscisurvey.de/slogan2018/

Alle Personen, die volljährig sind und gute Deutschkenntnisse haben, können an dieser Studie teilnehmen. Wir möchten insbesondere jene Personen zu unserer Studie einladen, die schon einmal eine suizidale Krise erlebt haben!

Text des Monats Dezember

Das ist dein Leben

Da draußen da tobt doch alles weiter
Auch wenn ich heute nicht mehr wär’
Die Leute kaufen teure Dinge
Das Leben ist und bleibt unfair
Das ist dein Leben, das ist wie du lebst
Warum du liebst und lachst und dich selbst nicht so verstehst
Warum du dir wieder so fremd bist in einer doch so hellen Zeit
Warum du den wieder vermisst, der dich sicher nicht befreit
Ja genau das ist dein Leben, das ist wie du lebst
Warum wir manchmal fliegen, nicht mal wissen wie es geht
Und wir immer wieder aufstehen und anfangen zu gehen
Ja genau das ist dein Leben und du wirst es nie verstehen
Wir trinken Wein an meinem Fenster
Im Rauch schauen wir dem Ganzen zu
Und müssen beide wieder lachen
Irgendwie gehören wir doch dazu
Das ist dein Leben, das ist wie du lebst
Warum du liebst und lachst und dich selbst nicht so verstehst
Warum du dir wieder so fremd bist in einer doch so hellen Zeit
Warum du den wieder vermisst der dich sicher nicht befreit
Ja genau das ist dein Leben, das ist wie du lebst
Warum wir manchmal fliegen, nicht mal wissen wie es geht
Und wir immer wieder aufstehen und anfangen zu gehen
Ja genau das ist dein Leben und du wirst es nie verstehen
Denn das ist dein Leben das ist wie du lebst
Warum du liebst und lachst und dich selbst nicht so verstehst
Warum du dir wieder so fremd bist in einer doch so hellen Zeit
Warum du den wieder vermisst der dich sicher nicht befreit
Ja genau das ist dein Leben das ist wie du lebst
Warum wir manchmal fliegen, nicht mal wissen wie es geht
Und wir immer wieder aufstehen und anfangen zu gehen
Ja genau das ist dein Leben und du wirst es nie verstehen
Songtext von Phillip Dittberner