Aktuelles von [U25] Freiburg

Text des Monats November

Alles tut so weh,
alles ist zu viel,
das macht doch keinen Sinn.
Bin dem Ganzen nicht gewachsen,
weiß nicht mehr wohin.
Mir bleibt nichts als die Flucht,
will nicht gehen,
kann nicht bleiben,
bin doch sowieso allein.
Was hier an Hoffnung fehlt,
werde ich dort vielleicht finden,
fühle nichts für diese Welt,
es ist doch sowieso egal.
Angst habe ich nun keine mehr,
habe meinen Weg gewählt.
Kann zufrieden gehen.

(entstanden in der Ausbildungsgruppe der neuen Peerberater*innen, beispielhafte Gefühls- und Gedankenwelt eines Menschen, der vor einem Suizid steht)

UNGLAUBLICH: Über 3000 Fotos bei unserer Challenge eingegangen!

Wir haben ca. 3000 Botschaften für Menschen in Krisen gesammelt. Unglaublich, wie viele Posts unter dem Hashtag #dubistmirwichtig zu finden sind. Unglaublich, wie engagiert die Ehrenamtlichen von [U25] Deutschland am #Weltsuizidpräventionstag durch Berlin gelaufen sind, um Passanten nach ihrer Botschaft zu fragen. Wie viele intensive, emotionale aber auch amüsante Gespräche wir geführt haben!!

Unglaublich, dass wir jedes Jahr über 10.000 Menschen durch Suizid verlieren und so selten darüber sprechen. Dabei kann ein Gespräch Leben retten! Es gibt jeden Tag einen Grund #dubistmirwichtig zu sagen.

Vielen, vielen Dank für Eure Unterstützung!!!!

Eine Auswahl der Bilder findet ihr im Clip unten und alle anderen Bilder auf http://www.u25-deutschland.de/dubistmirwichtig/

 

Challenge zum Welttag der Suizidprävention

Am 10.09.2017 zum Welttag der Suizidprävention haben sich alle Standorte von [U25] Deutschland getroffen, um Botschaften für Menschen in Krisen zu sammeln. Unter dem #dubistmirwichtig wurden diese in den sozialen Netzwerken hochgeladen. Den Hashtag findet ihr auch auf der Startseite.
Auch die Peers von Freiburg waren natürlich dabei, die sich freuen, wenn ihr noch weitere Posts veröffentlicht.

Text des Monats September

Jugend

Was denkt ihr, wenn ihr uns unser Handy wegnehmt? Schließlich sind wir alt genug um damit umzugehen und zu entscheiden, wann und wie lange wir uns damit beschäftigen. Wir sind außerdem nicht die einzigen, die sie benutzen. Jeder ist heutzutage ständig in dieser virtuellen Welt, weil sie Teil der realen Welt geworden ist. Ihr benutzt sie auch! Wir teilen unsere schönsten; unsere traurigsten Momente mit unseren Freunden auch wenn sie gerade nicht dabei sind. Ob sie dabei verfälscht werden spielt keine Rolle. Wir sind regelrecht darauf angewiesen ständig auf dem neuesten Stand zu sein, up-to-date zu sein.

Aber was macht das mit uns in zwei parallelen Welten zu leben, ständig uns selbst und unser eigenes Leben als das beste zu verkaufen? Lügen wir uns dadurch nicht selbst ein bisschen an? Wenn wir zum Beispiel vorgeben jemand zu sein, der wir gar nicht sind… Aber schadet uns das oder gibt es uns einfach selbst ein besseres Gefühl, ein Gefühl ein tolles Leben zu führen?

Autor*in: anonym

Thema Therapie, Interview mit einem Therapeuten

In unseren neusten Videos auf unserem YouTube Kanal [U25] Peer TV haben wir das Thema Therapie aufgegriffen. Dazu haben wir zuerst erklärt, wie man eine Therapie machen kann und führen dann noch ein Interview mit einem systemischen Therapeuten (Dr. Helmut Wetzel). Außerdem möchten wir in einem beispielhaften Erstgespräch darstellen, wie eine Therapie beginnt. Viel Spaß beim anschauen 🙂

Text des Monats August

Jugend

Kind sein ist ubeschwert. Einfach. Problemlos. Glücklich. Leicht. Neugierig. Man kann an allem Spaß haben. So vieles und dabei ist es schon so schnell vorbei. So schnell kann man nicht mehr Kind sein und muss sich an Regeln halten und um alles kümmern.
Dann kommt das Jugendlich sein und dann wird es kompliziert. Dann wird es stressig. Man kommt in die Pubertät. Probleme mit Jungen. Probleme mit Mädchen. Probleme mit Eltern. Probleme mit Lehrern. Probleme mit Autoritäten. Probleme mit sich selbst. Probleme in der Schule. Eigentlich ist jugendlich sein ein einziges großes Problem. Und doch ist es eine so wichtige und eigentlich auch schöne Lebensphase. Denn wenn man darüber nachdenkt, was als nächstes kommt, wird es nur noch schlimmer.
Dann kommt das Erwachsen sein und darüber brauchen wir überhaupt nicht zu reden. Jeder weiß doch, wie schlimm das ist. Ich will gar nicht darüber nachdenken. Schaut doch nur in ihre Gesichter. Irgendwann werden wir mal so wie die. Stellt euch das mal vor.
Also eigentlich können wir doch ganz froh sein, dass wir jugendlich sind, immerhin können wir noch manchmal Kind sein. Die Regeln brechen. Auch mal verrückt sein. Zusammenbrechen. Ausrasten. Alles ausprobieren. Uns nichtmal selbst verstehen. Wir haben ja noch das ganze Leben vor uns. Wir dürfen das. Wir bekommen das hin.

 

Autorin: Antonia T.

Wir suchen junge Erwachsene für unsere Ausbildung zu*r/m ehrenamtlichen Krisenberater*in

  • Du bist zwischen 16 und 24 und hast Lust auf ehrenamtliches Engagement im Bereich Suizidprävention?
  • Wo: Beim Jugendangebot [U25] vom Arbeitskreis Leben Freiburg – Hilfe in Lebenskrisen & Suizidprävention Talstraße 29, 79102 Freiburg
  • Was: Jugendliche und junge Erwachsene in Krisen & Suizidgefahr per Mail beraten und begleiten
  • Wie: Durch eine Ausbildung zu*r/m ehrenamtlichen Krisenberater*in mit dem Schwerpunkt Mail-Beratung
    Inhalte der Ausbildung: u.a. Grundlagen der Krisenbegleitung, Infos über psychische Erkrankungen, Methoden der Mail-Beratung,…
  • Wann: Die Ausbildung beginnt am 14.10.2017, weitere Termine sind dienstags ab ~16.30 Uhr sowie am 25.11.2017 und am 27.01.2018. Danach Mitarbeit im AKL bei [U25] für mind. 1 Jahr

Nähere Infos und Anmeldung unter: 0761/ 333 88 bzw. clara.nordfeld@ak-leben.de

Text des Monats

Das erste Mal leben … richtig leben

Ich möchte leben, richtig leben,
zum allerersten Mal.
Während mein Herz so schnell schlägt wie noch nie,
warte ich nur immer ab.

Und ich merke wie ich gehe,
merke wie ich bewege,
und einmal kurz zwischen die Zeilen trete,
wenn statt Gesichter Augen ich sehe.
Meine Hände fühlen sich schwitzig an,
da ich so lang auf diesen Moment gewartet hab.

Ich schreite entlang, zumindest in meinen Gedanken
die Brücken zwischen den beiden Welten erstrahlt in gleißendem Licht
bevor sie anfängt zu brennen.
Und ich merke wie ich beginne zu rennen.
Aber mein Leben auf der Stelle steht
und bloß unter mir die Welt sich dreht.
Wie komm ich weiter? Und wo komm ich an?

Ich falle …
Die Flammen verbrennen meine Flügel.
Ich falle … auf den Boden der Tatsachen
nun kann ich nicht mehr in den Wolken schweben,
sondern mit Leid und Seele leben.
Mein Wolkenschloss es ist verloren, ich muss gehen,
doch werde ich in meinen Träumen zurückkommen.

 

Autorin: Aileen D.

Text des Monats

siehst du den horizont?
direkt überm boden fängt der himmel an
und wär ich dort dann würd ich wetten,dass ich ihn erreichen kann
doch hier hat es den anschein bin ich dafür zu klein
also hau ich ab mit sack und pack und pack ein paar
meiner sieben sachen die ich hab und da wird mir klar
es fehlt immer ein stück doch ich mach mir nichts draus
setz den wagen zurück und bin raus
fahr gerade über land es wird gerade mal hell
spüre freiheit in mir denk das ging aber schnell
bleibe besser im hier denn es gibt kein zurück
und alles was ich brauch ist mein auto und glück
ist die anlage an dann geht der sound ab
und ich rauch die zigarette die ich dafür gebaut hab
und schaut ab und zu mal einer dumm dann nehm ich’s ihm nicht
krumm denn thomas d haut ab und ich weiß ich komm rum (…)

ich packe meine sachen und bin raus mein kind
thomas d ist auf der reise und hat rückenwind
ich sag es euch auf diese weise alle die am suchen sind
sind mit mir auf der reise haben rückenwind
und wir fahr’n auch über wasser wenn dort brücken sind
hey der typ hat ’ne meise aber rückenwind
wir betreten neue wege die wir noch nicht hatten
ich nehm euch mit ’n stück in meinem windschatten (…)
ist es egal wieviel aufsehen wir erregen
weil wir doch noch mehr bewegen
bewegen wir uns auf anderen ebenen
und bringen mehr bewegungen zu anderen noch lebenden
und fällt dem regen ein er wollt mein wagen ja noch waschen
hab ich euch in meinem herzen und musik in den taschen
und mit so ’ner einstellung werd ich alles überleben
sagte ich nicht irgendwann mal es wird regen geben
es gibt nicht nur sonnenschein doch ich lass die sonne rein (…)
ich hab nur unsinn im sinn und ich hab dich im visier (…)

und irgendwann komm ich dann in ’nem wohnmobil an
bin somit ständig am reisen immer am ziel und kann
euch am besten beweisen alle brauchen visionen
ich hab die ich steh vor euerm haus und ihr laßt mich drin wohnen
und wir fahrn gemeinsam ab weil jeder selbst steuert
dann geb ich euch meine meine kraft weil ihr mich anfeuert

Ausschnitte von „Rückenwind“ – Thomas D.