Aktuelles von [U25] Freiburg

Text des Monats März

Ich wünsche dir

Ich wünsche dir, dass du beweinen kannst, was du entbehrt und verloren hast, ohne in Trauer Wurzel zu schlagen.

Ich wünsche dir, dass du Zorn fühlen kannst auf das, was Menschen dir angetan haben, ohne im Unversöhnlichen zu erstarren.

Heilender Friede wachse dir zu, dass Vergangenes dich nicht mehr quäle und böse Erinnerung dir nicht mehr zur Fessel werde.

Zuversicht ziehe ein, wo die Ohnmacht haust, dass du aufstehst, dein Leben zu wagen.

Unbekannt

Text des Monats – Februar

Blick nach vorn

Du sitzt noch da, die andern gehn
der Abspann läuft alle ham’s mit angesehn
und du mittendrin,
du kommst raus der Tag ist hell,
blickst nach vorn versuchst ihn scharf zu stelln
und alles verschwimmt

man sagt das Leben geht nicht geradeaus
und man kriegt nicht immer was man gerade braucht
doch mit jedem Tag der dir Hoffnung gibt
mit jedem Ziel das noch vor dir liegt
mit aller Sehnsucht die in dir wächst
blick’ nach vorn
mit jeder Wahrheit die du erkennst
mit jedem Zweifel gegen den du kämpfst
mit jedem Schlag der dich taumeln lässt
blick’ nach vorn
du trottest so vor dich hin
einfach nur um n bisschen Boden zu gewinnen
und du weißt nicht wohin
kannst nicht sehen wohin es führt
weil was hinten liegt sein Schatten vor dich wirft
und es ergibt keinen Sinn
und du siehst mit jedem Stück weit das du kommst
verschiebt sich auch dein Horizont

Songtext von Max Herre

Neues [U25]:PeerTV Video online

In Krisen bekommt man oft doofe Kommentare zu hören, die nicht weiterhelfen. In unserem neuen Video “mir geht’s scheiße und das ist okay so” setzen wir uns damit auseinander, warum es wichtig ist Menschen in Krisen anzusprechen und was dabei hilfreich sein kann. Schaut vorbei auf unserem Youtube-Kanal!

Neu im Team

Hallo Zusammen,

ich bin Ilka, Sozialarbeiterin und arbeite seit diesem Monat bei [U25]. 2015 habe ich als Peerberaterin bei [U25] angefangen und freue mich sehr, dass ich jetzt als Hauptamtliche Teil vom Team sein kann. Mein Arbeitsbereich wird vor allem die Schulprävention [AUSWEG]LOS sein.
Ich freue mich sehr auf die kommende Zeit hier bei [U25].

Text des Monats Januar

Alles auf Anfang

Neu beginnen
Und alles nochmal von vorn

Wer sagt eigentlich
Dass das nicht geht
Vielleicht
geht es ja doch

Wenn da jemand ist
Denn aus mir selbst geht das nicht
Und wenn der rückwärtszählt
Und mich dann Schubst
Wenn es losgeht

Und ich nochmal anfangen darf
Von vorn

Jeden Tag

Wolfgang müller

Studie “gesundheitsbezogene Präventionsbotschaften”

Wir möchten euch die Anfrage der Universität Wien weiterleiten und freuen uns wenn ihr an der Studie teilnehmt:

Wir laden Sie herzlichst ein, an unserer medizinisch-psychologischen Studie zur Wirkung gesundheitsbezogener Präventionsbotschaften teilzunehmen. Ihre Teilnahme an dieser Studie erfolgt freiwillig. Sie können jederzeit ohne Angabe von Gründen aus der Studie ausscheiden. Die Ablehnung der Teilnahme oder ein vorzeitiges Ausscheiden aus dieser Studie hat keine nachteiligen Folgen für Sie.
Im Rahmen dieser Studie wird Ihnen eine gesundheitsbezogene Textbotschaft gezeigt. Sie werden gebeten, vor und nach dem Lesen des Textes Fragen zu Ihrem persönlichen Befinden und zu Ihren persönlichen Werten und Einstellungen zu beantworten. Sie haben nach abgeschlossener Datenerhebung die Möglichkeit, über die Ergebnisse informiert zu werden.
Um an der Studie teilzunehmen, klicken Sie bitte hier bzw. geben Sie diese Adresse in Ihren Webbrowser ein: https://www.soscisurvey.de/slogan2018/

Alle Personen, die volljährig sind und gute Deutschkenntnisse haben, können an dieser Studie teilnehmen. Wir möchten insbesondere jene Personen zu unserer Studie einladen, die schon einmal eine suizidale Krise erlebt haben!

Text des Monats Dezember

Das ist dein Leben

Da draußen da tobt doch alles weiter
Auch wenn ich heute nicht mehr wär’
Die Leute kaufen teure Dinge
Das Leben ist und bleibt unfair
Das ist dein Leben, das ist wie du lebst
Warum du liebst und lachst und dich selbst nicht so verstehst
Warum du dir wieder so fremd bist in einer doch so hellen Zeit
Warum du den wieder vermisst, der dich sicher nicht befreit
Ja genau das ist dein Leben, das ist wie du lebst
Warum wir manchmal fliegen, nicht mal wissen wie es geht
Und wir immer wieder aufstehen und anfangen zu gehen
Ja genau das ist dein Leben und du wirst es nie verstehen
Wir trinken Wein an meinem Fenster
Im Rauch schauen wir dem Ganzen zu
Und müssen beide wieder lachen
Irgendwie gehören wir doch dazu
Das ist dein Leben, das ist wie du lebst
Warum du liebst und lachst und dich selbst nicht so verstehst
Warum du dir wieder so fremd bist in einer doch so hellen Zeit
Warum du den wieder vermisst der dich sicher nicht befreit
Ja genau das ist dein Leben, das ist wie du lebst
Warum wir manchmal fliegen, nicht mal wissen wie es geht
Und wir immer wieder aufstehen und anfangen zu gehen
Ja genau das ist dein Leben und du wirst es nie verstehen
Denn das ist dein Leben das ist wie du lebst
Warum du liebst und lachst und dich selbst nicht so verstehst
Warum du dir wieder so fremd bist in einer doch so hellen Zeit
Warum du den wieder vermisst der dich sicher nicht befreit
Ja genau das ist dein Leben das ist wie du lebst
Warum wir manchmal fliegen, nicht mal wissen wie es geht
Und wir immer wieder aufstehen und anfangen zu gehen
Ja genau das ist dein Leben und du wirst es nie verstehen
Songtext von Phillip Dittberner

Spende vom Inner Wheel Club Freiburg

Beim alljährlichen Habsburger-Flohmarkt haben die Mitglieder des Inner Wheel Club Freiburg stolze 2700€ eingenommen! Wir freuen uns riesig darüber, dass der Verkauf von Handtaschen und Schmuck so erfolgreich war und [U25] zugute kommt. Mit dem Geld wollen wir unsere Schulprävention ausbauen, um noch mehr junge Menschen über das Thema Suizidalität und Krisen aufzuklären und ihnen bei Suizidgedanken zur Seite zu stehen. Vielen vielen Dank an Frau von Gilsa und Frau Dr. Besters (von links) und natürlich alle anderen Mitglieder des IWC!

Text des Monats November

Quiero – Ich will

Ich will, daß du mir zuhörst, ohne über mich zu urteilen.
Ich will, daß du deine Meinung sagst, ohne mir Ratschläge zu erteilen.
Ich will, daß du mir vertraust, ohne etwas zu erwarten.
Ich will, daß du mir hilfst, ohne für mich zu entscheiden.
Ich will, daß du für mich sorgst, ohne mich zu erdrücken.
Ich will, daß du mich siehst, ohne dich in mir zu sehen.
Ich will, daß du mich umarmst, ohne mir den Atem zu rauben.
Ich will, daß du mir Mut machst, ohne mich zu bedrängen.
Ich will, daß du mich hälst, ohne mich festzuhalten.
Ich will, daß du mich beschützt, aufrichtig.
Ich will, daß du dich näherst, doch nicht als Eindringling.
Ich will, daß du all das kennst, was dir an mir missfällt.
Daß du es aktzeptierst, versuchst es nicht zu ändern.

Ich will, daß du weißt…dass du heute auf mich zählen kannst….

Bedingungslos.

von Jorge Bucay

Text des Monats Oktober

Eine kleine Palme wuchs kräftig am Rande einer Oase. Eines Tages kam ein Mann vorbei. Er sah die kleine Palme und konnte es nicht ertragen, dass sie so prächtig wuchs.
Der Mann nahm einen schweren Stein und hob ihn in die Krone der Palme. Schadenfroh lachend suchte er wieder das Weite. Die kleine Palme versuchte, den Stein abzuschütteln. Aber es gelang ihr nicht. Sie war verzweifelt.
Da sie den Stein nicht aus ihrer Krone bekam, blieb ihr nichts anderes übrig als mit ihren Wurzeln immer tiefer in die Erde vorzudringen, um besseren Halt zu finden und nicht unter der Last zusammenzubrechen.
Schließlich kam sie mit ihren Wurzeln bis zum Grundwasser und trotz der Last in der Krone wuchs sie zur kräftigsten Palme der Oase heran.
Nach mehreren Jahren kam der Mann und wollte in seiner Schadenfreude sehen, wie wohl verkrüppelt die Palme gewachsen sei, sollte es sie überhaupt noch geben. Aber er fand keinen verkrüppelten Baum.
Plötzlich bog sich die größte und kräftigste Palme der Oase zu ihm herunter und sagte:
„Danke für den Stein, den du mir damals in die Krone gelegt hast. Deine Last hat mich stark gemacht!“

Afrikanisches Märchen